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Ich will euch meine Gedanken mitteilen
Sonntag, 08. April 2007
Liebe Fans und Anhänger,
ich habe es bei meinem Rücktritt bereits gesagt und sage es immer noch. Ich muss niemandem Rechenschaft ablegen, doch Euch will ich unbedingt meine persönlichen Gedanken mitteilen.
In den vergangenen Monaten sind in bestimmten Medien Nachrichten über mich nicht objektiv wiedergegeben worden. Diese teilweise manipulierenden Medienberichte zerstören bewusst meinen Ruf. Hierbei sind für mich die Journalisten aussen vor, die sachlich berichten und sich nicht jeder Schlagzeile völlig unterwerfen. Ich wende mich deshalb in nächster Zeit nur noch über meine Homepage an Euch.
Wichtig ist mir folgendes: Auch die jüngsten Ereignisse und Meldungen ändern absolut nichts daran, dass ich ein reines Gewissen habe. Ich habe in meiner ganzen Karriere niemanden betrogen oder ausgenutzt und kann keinen Fehler eingestehen, wo kein Fehler ist. Ich fürchte mich vor keinem Verfahren, keinem Staatsanwalt und keinem Verband.
Auch für mich sind noch sehr viele Fragen offen. Bis zur vollständigen Klärung meines Falles werde ich mich dazu nicht öffentlich äussern – erst recht nicht auf Druck von aussen. Ihr habt sicher Verständnis dafür. Zu gegebener Zeit werde ich Euch meine Sicht der Dinge umfassender schildern und die Fragezeichen in Ausrufezeichen verwandeln. Einige meiner Kritiker werden dann sicher ihr überhebliches Lächeln verlieren.
Es ist für mich natürlich derzeit keine leichte Phase, vor allem weil die Situation für meine Freunde, meine Familie und mich teilweise unbegreiflich ist, aber es ist eine sehr lehrreiche Erfahrung für unsere Zukunft. Ich werde mein Leben so führen, wie ich es für richtig halte und an dieser Einstellung wird keiner etwas ändern können. Das Leben ist ein Kampf, dem man sich stellen muss. Dazu bin ich bereit.
Ich wünsche Euch allen ein schönes Osterfest, erholsame Feiertage und viel Freude mit Euren Liebsten!
Euer Jan Ullrich
P.S. Für alle, die an einer kritischen Auseinandersetzung mit den Ereignissen seit dem 30.6.2006 interessiert sind: Vor wenigen Tagen habe ich das Buch „Der Fall Jan Ullrich – unser Fall?“ von Peter Cleiss mit Interesse gelesen. Es ist mal etwas anderes, als man sonst so liest. Den Autor kenne ich nicht persönlich und habe auch noch nie mit ihm gesprochen.